Soja

Wissenschaft – Gesellschaft – Stadt

: Die Soja-Bohne im Volkskundemuseum Wien und darüber hinaus © Volkskundemuseum Wien
Vor 140 Jahren wurde in Österreich erstmals Soja angebaut. Seit dem Beginn gibt es enge Verbindungen zwischen Soja und dem Gartenpalais Schönborn, in dem sich seit 1917 das Volkskundemuseum Wien befindet.
1872 war der „europäische Sojapionier“ Friedrich Haberlandt (1826-1878) an die neu gegründete Hochschule für Bodenkultur berufen worden und mit seiner Familie nach Wien übersiedelt.  Dieser (Gelehrten)Familie gehörte neben dem späteren Botaniker Gottlieb Haberlandt auch sein Bruder  Michael Haberlandt an, der der Gründer und erste Direktor des Museums für Volkskunde in Wien war. Für zumindest zwei Generationen dieser Familie stellte das Gebäude des Gartenpalais Schönborn den Rahmen  bedeutender Stationen ihrer wissenschaftlich-diszplinären wie auch institutionellen Karrieren.

Der Pflanzenbauexperte Friedrich Haberlandt startet von diesem Gebäude bzw. von nahegelegenen Anbauflächen in der Wiener Josefstadt die ersten Anbauversuche jener Sojapflanze, die er auf der Weltausstellung 1873 in Wien kennen- und schätzengelernt hatte. Die von Haberlandt initiierten und organisierten Zucht- und Anbaubestrebungen werden heute  als bedeutender Ausgangspunkt und Grundlage für die Entwicklungsprozesse der weltweiten Verbreitung, Produktion, Verarbeitung sowie des Konsums und Verbrauchs von Soja beschrieben.

Die verschlungene Geschichte von Soja und dem Gebäude des Museums sind nun der Anlass, sich genauer mit dem historischen wie gegenwärtigen Phänomen Soja zu beschäftigen. Ab 2019 soll in vielfältigen Vermittlungsformaten des Museums Soja als gesellschaftliches wie wissenschaftliches Querschnittsthema erkundet, präsentiert und an jenem urbanen Ort thematisiert und beforscht werden, an dem alles begonnen hat.

Zwei – oftmals zusammenhängende – Ebenen sollen dabei im Vordergrund stehen: Zunächst die konkrete Ebene, die nach bestimmten Personen, Milieus, Gruppierungen und Interessen fragt und zweitens jene Ebene, die sich mit der „Idee Soja“, mit ihren kulturellen, sozialen, wirtschaftlichen und ethischen Implikationen beschäftigt.

Im Rahmen des Projekts findet am 28. September 2018 das Symposion „Soja-Konstellationen“ statt.

Kontakt:
Magdalena Puchberger
T +43 1 406 89 05.52
magdalena.puchberger@volkskundemuseum.at
Volkskundemuseum Wien
Laudongasse 15–19, 1080 Wien

T: +43 1 406 89 05
F: +43 1 408 53 42
E: office@volkskundemuseum.at
W: www.volkskundemuseum.at

Öffnungszeiten
Museum: Di bis So, 10.00 bis 17.00 Uhr
Do, 10.00 bis 20.00 Uhr
Bibliothek: Di bis Fr, 9.00 bis 12.00 Uhr
Café: Di bis So, 10.00 bis 17.00 Uhr
Mostothek: Di, ab 17.00 Uhr

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