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Holz

Der umfangreiche Sammlungsbereich Holz umfasst Objekte der Volkskunst, der Aufbewahrung und Möblierung, der Fortbewegung sowie der Lebensmittelherstellung. Diese Gegenstände alltäglichen Lebens und Arbeitens können auf kritische Weise befragt werden, etwa zu aktuellen Themen wie Nachhaltigkeit, Ressourcengebrauch, Gender, Machtverhältnisse oder Globalisierung. Die Sammlung ist aktuell unbetreut.
Themenbereiche: Verwahrmöbel, Sitz- und Liegemöbel, Tische, Schlafmöbel
Geographische Ausdehnung: Europa
Zeitliche Einordnung: 16.-20. Jh.
Umfang: rund 600 Objekte
Kontakt: Sammlungsbereich aktuell unbetreut, Anfragen bitte an sammlungen@volkskundemuseum.at


Die Sammlung des Volkskundemuseums beherbergt Möbel der Wohn- und Wirtschaftsräume, darunter Repräsentations- und Gebrauchsmobiliar. Frühe Formen der Verwahrmöbel werden durch eine Einbaumtruhe, Eckstollen- und Seitenstollentruhen sowie einen Giebel-Almer aus dem 16. Jahrhundert repräsentiert. Von ländlichem Stolz und Wohlstand zeugen die farbenfrohen Möbel oberösterreichischer Tischlerwerkstätten. Ausdruck religiöser Zugehörigkeit findet sich in den Motiven des alten Testaments der Zillertaler Möbel. Darüber hinaus veranschaulichen Tische, Brettstühle mit bemalten, geschnitzten oder konturiert ausgeschnittenen Lehnen, Sitzbänke, gepolsterte Lehnstühle sowie Geschirrborde, Wandkästchen und andere Klein- und Wirtschaftsmöbel die Vielfalt des ländlichen Hausrats. Ein Schrankbad dokumentiert die städtische Wohn- und Alltagskultur des 20. Jahrhunderts und die gegenwärtige Sammeltätigkeit über das ländliche Mobiliar hinaus.
Themenbereiche: Gasselschlitten, Rennschlitten, Rodeln, Stehschlitten, Schlittenköpfe
Geographische Ausdehnung: Alpenraum, Riesengebirge, Bosnien
Zeitliche Einordnung: 17.-20. Jh.
Umfang: rund 40 Objekte
Kontakt: Sammlungsbereich aktuell unbetreut, Anfragen bitte an sammlungen@volkskundemuseum.at


Die Sammlung an Rodeln und Schlitten, die dem Vergnügen dienten, ist im Volkskundemuseum im Vergleich zu anderen Objektgruppen klein. Die einzelnen Stücke sind jedoch ästhetisch besonders eindrucksvoll oder aber dokumentarisch von besonderer Bedeutung. Das Museum besitzt einige typische Gasselschlitten mit prächtigen Schlittenkästen und -köpfen in Damhirsch-, Löwen-, Adler- und Pantherform sowie mit den Figuren eines Jägers und einer Schäferin. Hier reiht sich die Sammlung an Schlittenköpfen ein, die Tier- und Menschengestalten darstellen und hauptsächlich aus dem 18. Jahrhundert stammen. Zu diesen zählt der „Vogel Selbsterkenntnis“, eine Figur der barocken Groteske, der Vorbild für das Logo des Museums ist.

Unter den Rodeln stechen zwei Exemplare aus Bosnien und dem Engadin hervor, die als Kufen Rinderknochen montiert haben und archaisch wirken, obwohl sie um 1800 und noch später in Verwendung waren. Der derzeitige Sammlungsschwerpunkt liegt auf Rodeln und Schneerutschen aus Kunststoff, die das winterliche Vergnügen von Kindern heute dominieren, und die unsere Sammlung an die Gegenwart anschließen lassen.