Zensurierte Bildergrüße

Familienfotos russischer Kriegsgefangener 1915-1918

Do, 31.01.2002 – So, 24.03.2002
Fotos, die Familienangehörige an Kriegsgefangene nach Österreich schickten. Fotos, die von Sorge und Anteilnahme, von Liebe und Hoffnung, von Erinnerung und Sehnsucht erzählen. Fotos, die jedoch nie ihr Ziel erreichten.
Ein Konvolut von Familienfotos, im Ersten Weltkrieg an russische Kriegsgefangene im Lager Wieselburg, NÖ, gesendet, erreichte nie seine Adressaten. Die Fotos wurden von der Lagerleitung konfisziert und gelangten Mitte der 1920er Jahre in das Archiv des Österreichischen Museums für Volkskunde. Die Bilder und die dazu gehörigen handschriftlichen Grüße erzählen von der Sorge und Anteilnahme der Familien am Schicksal der Gefangenen, von Trost und Hoffnung, von Erinnerungen und Sehnsüchten. Sie vermitteln eine Konstruktion von Familie, die von der Realität im Lager gebrochen wird. Die Ausstellung konterkariert die Familienfotografien mit Objekten aus dem Lager sowie mit Film- und Tondokumenten und Gipsabgüssen, die sich Anthropologen für zweifelhafte Forschungszwecke anfertigen ließen.

Zur Ausstellung erschien ein Katalog.
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