Vortrag

René Lužica: Roma in der Slowakei. Ein kulturhistorischer Streifzug

Di, 12.09.2017, 18:00
Der Vortrag beginnt bei den Anti-Roma-Gesetzen im Slowakischen Staat, der Zwangsarbeit und der Ermordung der Roma nach dem Slowakischen Nationalaufstand und analysiert die Situation dieser Volksgruppe in der Zeit des Sozialismus sowie nach der Wende.
Er spannt den Bogen von den staatlich angeordneten Assimilierungsmaßnahmen, der Vollbeschäftigung und der verweigerten Anerkennung der Bürger- und Volksgruppenrechte bis zum aktuell stark sichtbaren sozialen und wirtschaftlichen Verfall der Roma durch Arbeitslosigkeit, Bildungsferne und gesundheitliche Probleme.

Nach 1990 wurden zwar Voraussetzungen für eine schrittweise Entwicklung in Richtung Bürgergesellschaft durch eigene Medien geschaffen sowie ein Universitätsinstituts für Romologie oder ein eigenes Amt für die Selbstermächtigung der Roma-Community gegründet. Doch greifen diese Maßnahmen und wie sieht es in der Zukunft aus? Die Politik zeigt nur minimales Interesse, an der Lösung der Roma-Problematik zu arbeiten.

René Lužica, Institut für Romologie der Universität Nitra/Slowakei

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