Ein Museum – ein Objekt – eine Erzählung

Virtuelle Galerie zur NS-Provenienzforschung und Restitution in österreichischen Museen, Sammlungen und Bibliotheken

2023 jährt sich der Erlass des Kunstrückgabegesetzes zum 25. Mal. Wir treten mit allen anderen nach dem Kunstrückgabegesetz arbeitenden Museen, Sammlungen und Bibliotheken in Österreich in einen intensiven Austausch und bieten ein Format an, das pointierte Einblicke in die Provenienzforschungs- und Restitutionspraxis dieser Institutionen gewährt. So werden Zusammenhänge und Beziehungen verdeutlicht, die mit Blick auf Einzelne nicht sichtbar würden.
Objekte in Sammlungen und Einzelbeständen sind die wesentliche Grundlage von Museen. Mit der Herkunftsgeschichte dieser (Museums)Dinge, vom Kunstwerk bis zum Alltagsgegenstand, beschäftigt sich die Provenienzforschung. Anhand von Inventarbüchern, Archivalien u. a. wird rekonstruiert, woher Objekte stammen, in wessen Eigentum sie sich vor der Übernahme durch das Museum befanden und unter welchen Umständen sie ins Museum kamen. 1998 wurde die NS-Provenienzforschung in österreichischen Bundesmuseen und -sammlungen im Kunstrückgabegesetz geregelt. Seit 2014 wird auch im privatrechtlichen Volkskundemuseum Wien nach diesem Gesetz NS-Provenienzforschung betrieben.

Die virtuelle Galerie stellt allen Institutionen, die nach dem österreichischen Kunstrückgabegesetz mit der Kommission für Provenienzforschung zusammenarbeiten, eine Online-Plattform zur Darstellung von Bedingungen, Fällen/Objekten und Arbeitsweisen zur Verfügung. Diese Einblicke in die konkrete Arbeit der einzelnen Institutionen machen Schwerpunkte und die subjektive Einordnungen der eigenen Provenienzforschung und Restitutionspraxis sichtbar. Eingebettet in die Website des Volkskundemuseum Wien werden die Beiträge der Museen, Sammlungen und Bibliotheken ab Herbst 2022 in regelmäßigen Abständen in der virtuellen Galerie präsentiert.

Die virtuelle Galerie ist Bestandteil eines umfangreicheren Projekts zur NS-Provenienzforschung und Restitutionspraxis am Volkskundemuseum Wien. Im Zentrum steht eine Ausstellung, die im Frühjahr 2023 eröffnen wird. Sie wird von einem umfassenden, ergänzenden und weiterführenden Diskurs- und Vermittlungsprogramm mit Vorträgen, Podiumsdiskussionen und Workshops begleitet werden. Ziel des Projekts ist es, die für NS-Provenienzforschung und Restitution in Österreich relevanten Forschungen und Ergebnisse sichtbar und nachvollziehbar zu machen und zum Diskutieren, Nach- und Weiterdenken, z.B. hinsichtlich gesellschaftlicher und kultureller Ziel- und Wertsetzungen, einzuladen.
 
Team:
Maria Raid
Kathrin Pallestrang
Magdalena Puchberger
Claudia Spring

Zur Provenienzforschung am Volkskundemuseum Wien
Zur Kommission für Provenienzforschung
Volkskundemuseum Wien
Laudongasse 15–19, 1080 Wien
T: +43 1 406 89 05
F: +43 1 408 53 42
E: office@volkskundemuseum.at
W: www.volkskundemuseum.at

Öffnungszeiten
Museum:
Di bis So, 10.00 bis 17.00 Uhr
Do, 10.00 bis 20.00 Uhr
Bibliothek:
Nach Voranmeldung
SchönDing Shop:
Di bis So, 10.00 bis 17.00 Uhr
Do, 10.00 bis 20.00 Uhr

Hildebrandt Café:
Di bis So, 10.00 bis 18.00 Uhr
Do, 10.00 bis 20.00 Uhr

Mostothek:
Di, ab 17.00 Uhr


Mitglied werden im Verein für Volkskunde