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2018

Pantha Rhei

Lieblings- und Museumsobjekte

Pantha Rhei ist ein Projekt des Volkskundemuseums Wien mit der Jobfabrik, einer Produktionsschule im Verbund der Volkshilfe Wien sowie der Caritas Flüchtlingshilfe St. Gabriel in Kooperation mit „Hunger auf Kunst und Kultur“ im Rahmen von „Kultur-Transfair VIII“, einer Projektschiene, die durch das MehrWERT Sponsoringprogrammes der Erste Bank ermöglicht wird.
Acht Jugendliche der Bürogruppe der Jobfabrik lernten am 30. Januar 2018 zehn unbegleitete minderjährig geflüchtete Burschen aus Afghanistan und Somalia im Haus St. Gabriel in Mödling kennen. Ein gemeinsames Mahl und PartnerInneninterviews erzielten ein erstes Zusammengehörigkeitsgefühl.

Mit Hilfe des „mobilen Museums“, das Modell eines ländlich alpinen Kastens mit diversen Objekten, wurden sie auf ihren kommenden Besuch im Volkskundemuseum am 20. Februar eingestimmt. Jede/r sollte einen/ihren Lieblingsgegenstand mitbringen und den anderen TeilnehmerInnen präsentieren. Es kristallisierten sich drei Objektgruppen heraus: körperbetonte Dinge wie Schmuck- und Kleidungsstücke, praktische Dinge wie Schlüssel, Kalender und Smartphones.

Bis zum nächsten Meeting am 20. März überlegten sich die Jugendlichen Fragen für MuseumskuratorInnen, um eine Querverbindung zwischen ihrem Lieblingsgegenstand und Museumsobjekten herzustellen. In Kleingruppen interviewten sie die Textilkuratorin Kathrin Pallestrang
und die Grafikkuratorin Nora Witzmann. Die dritte Gruppe ging in die Fotosammlung. Nach der Zusammenfassung im Plenum bekamen bekamen die TeilnehmerInnen Orientierungspläne, um in einem ersten Streifzug durch die Dauerausstellung neugierig zu werden.

Am 17. April suchten sie sich jeweils ein Ausstellungsobjekt aus, das auch thematisch zum persönlichen Lieblingsobjekt passte. Nun stand ein Treffen mit dem Museumsbibliothekar Hermann Hummer auf dem Programm, der in die Bibliothekssammlung einführte. Zum Ausklang wurden noch Materialien vorgestellt, die beim letzten Treffen im Museum verwendet werden könnten, um kreativ eine Verbindung zwischen Lieblingsgegenstand
und einem Museumsobjekt zu schaffen.

Am 29. Mai gelang dies in einem ganztägigen Workshop auf sehr berührende Art und Weise. Die achtzehn Jugendlichen bildeten mehrere Untergruppen: eine Schreib-, eine
Collagen-, eine Zeichen- und eine Mediengruppe. Letztere produzierte gemeinsam einen Handyfilm, wobei sie auch Tipps von einem externen afghanischen Amateurhandyfilmer
bekam. Etliche TeilnehmerInnen recherchierten noch zusätzlich in der Bibliothek, um mehr Informationen
zu Werkzeugen, Puppenhäusern oder geschichtlichen Gegebenheiten für ihre Werke zu erlangen. Es entstanden zum Teil sehr persönliche Arbeiten.

Projektlaufzeit: 30. Januar bis 7. August 2018


Volkskundemuseum Wien
Laudongasse 15–19, 1080 Wien

T: +43 1 406 89 05
F: +43 1 408 53 42
E: office@volkskundemuseum.at
W: www.volkskundemuseum.at

Öffnungszeiten
Museum:
Di bis So, 10.00 bis 17.00 Uhr
Do, 10.00 bis 20.00 Uhr
Bibliothek:
Di bis Fr, 9.00 bis 12.00 Uhr
Juli und August geschlossen

Hildebrandt Café:
Sommeröffnungszeiten
Di und So, 10.00 bis 18.00 Uhr
Mi bis Sa, 10.00 bis 23.00 Uhr

Mostothek:
Di, ab 17.00 Uhr
August geschlossen


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