Das angefochtene Kopftuch

Das Kopftuch ist eine Selbstverständlichkeit im Alltag der projektbeteiligten Wiener Schulen. Die Gespräche und Interviews des Projekts zeigen, dass es im Miteinander der Schüler*innen keinen wichtigen Identitätsmarker darstellt, schon gar keinen politischen (im Sinn eines „politischen Islam“).
Aus diesem Grund sind für die Schüler*innen – egal welcher Konfession oder konfessionslose – die allgemein-gesellschaftlichen Vorstellungen und Projektionen auf das Kopftuch schwer nachvollziehbar. Wie gegenüber anderen Aspekten der Bekleidung herrscht unter den Schüler*innen auch gegenüber dem Kopftuch ein liberaler Grundkonsens: Jede(r) soll tun, was sie oder er will. Die Politisierung des Kopftuches durch auf den Islam zugeschnittene Gesetze erscheint aus dieser Perspektive fragwürdig.

Die nicht-muslimischen Lehrer*innen problematisieren das Kopftuch stärker als die nicht-muslimischen Jugendlichen. Doch sind gegenüber dem gesellschaftlichen Mainstream die Positionen der Lehrer*innen, die mit einer großen Zahl muslimischer Schüler*innen im schulischen Alltag vertraut sind, differenzierter.



Volkskundemuseum Wien
Laudongasse 15–19, 1080 Wien
T: +43 1 406 89 05
F: +43 1 408 53 42
E: office@volkskundemuseum.at

Öffnungszeiten
Museum:
Di bis So, 10.00 bis 17.00 Uhr
Do, 10.00 bis 20.00 Uhr
Bibliothek:
Nach Voranmeldung
SchönDing Shop:
Di bis So, 10.00 bis 17.00 Uhr
Do, 10.00 bis 20.00 Uhr

Hildebrandt Café:
Sommeröffnungszeiten
Di und So, 10.00 bis 18.00 Uhr
Mi bis Sa, 10.00 bis 23.00 Uhr
Mostothek:
Di, ab 17.00 Uhr

August geschlossen