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Gesammelt um jeden Preis!

Warum Objekte durch den Nationalsozialismus ins Museum kamen und wie wir damit umgehen

Sa, 22.04.2023 – So, 26.11.2023
Pressegespräch: Fr, 21.4.2023, 10.00 Uhr
Eröffnung: Fr, 21.4.2022, 18.30 Uhr

Die Ausstellung im Volkskundemuseum Wien handelt von NS-Raub, Recht und Rückgabe. Sie stellt die Erforschung des Erwerbs und der Herkunft von Dingen im Museum vor und geht deren Verbleibsgeschichten bis heute nach. Erstmals werden die komplexen Abläufe der NS-Provenienzforschung und Restitution in Österreich einer breiten Öffentlichkeit in einer Ausstellung gezeigt.
Dinge kommen auf unterschiedliche Weise in öffentliche und private Sammlungen. Auch im Volkskundemuseum befinden sich Objekte, die dort nicht hingehören, weil sie ihren Eigentümer*innen abgepresst, geraubt oder aufgrund (rassistischer) Gesetze abgenommen wurden. Die Ausstellung verfolgt den Ablauf von der Beschaffung unter dem NS-Regime, über die museale Nutzung bis hin zur Rückgabe von Objekten. Dabei rücken die Beziehungen in den Vordergrund, die über Objekte entstehen und die sich im Laufe der Zeit unterschiedlich gestalten und auswirken.
 
Besonders deutlich wird dies anhand der Sammlung Mautner, die nach der Restitution dem Volkskundemuseum Wien großteils geschenkt wurde. Der rund 500 Objekte umfassende Bestand wird in seiner Gesamtheit zu sehen sein. Darunter befinden sich Forschungsunterlagen, Bekleidung und Trachtenabbildungen, Schützenscheiben, Liedtexte, Möbel, Pfeifen und Pfeifenköpfe sowie Fotografien vom „Volksleben“ vor allem im Salzkammergut.
 
Diese Ausstellung entspringt dem ausdrücklichen Wunsch der Erb*innen Anna Mautners, die Sammlung nach der Schenkung an das Museum weiterhin der Öffentlichkeit und der Wissenschaft zugänglich zu machen. Zielpublikum sind all jene, die sich für die Herkunft von Dingen in Museen und für Provenienzforschung interessieren, Fragen dazu haben oder sich beruflich damit auseinandersetzen. Ein umfassendes Vermittlungs- und Begleitprogramm thematisiert außer dem NS-Kontext auch andere Umstände gewaltvoller Objektakquise, wie sie in kolonialen Zusammenhängen oder in Kriegen, beispielsweise jenem gegen die Ukraine, stattfinden.

Zur Ausstellung
 
Virtuelle Galerie zur Provenienzforschung: Ein Museum – ein Objekt – eine Erzählung
In einem Vorprojekt sammelte das Volkskundemuseum Wien Beiträge von allen zur Restitution verpflichteten Bundesinstitutionen. Die virtuelle Galerie ist online abrufbar und wird in der Ausstellung verfügbar sein.
www.vgprovenanceresearch.at
Pressebilder
Ausstellung „Gesammelt um jeden Preis! Warum Objekte durch den Nationalsozialismus ins Museum kamen und wie wir damit umgehen“ im Volkskundemuseum Wien 2023, Foto: Kollektiv Fischka / Kramar © Volkskundemuseum Wien
Ausstellung „Gesammelt um jeden Preis! Warum Objekte durch den Nationalsozialismus ins Museum kamen und wie wir damit umgehen“ im Volkskundemuseum Wien 2023, Foto: Kollektiv Fischka / Kramar © Volkskundemuseum Wien
Ausstellung „Gesammelt um jeden Preis! Warum Objekte durch den Nationalsozialismus ins Museum kamen und wie wir damit umgehen“ im Volkskundemuseum Wien 2023, Foto: Kollektiv Fischka / Kramar © Volkskundemuseum Wien
Ausstellung „Gesammelt um jeden Preis! Warum Objekte durch den Nationalsozialismus ins Museum kamen und wie wir damit umgehen“ im Volkskundemuseum Wien 2023, Foto: Kollektiv Fischka / Kramar © Volkskundemuseum Wien
Ausstellung „Gesammelt um jeden Preis! Warum Objekte durch den Nationalsozialismus ins Museum kamen und wie wir damit umgehen“ im Volkskundemuseum Wien 2023, Foto: Kollektiv Fischka / Kramar © Volkskundemuseum Wien
Ausstellung „Gesammelt um jeden Preis! Warum Objekte durch den Nationalsozialismus ins Museum kamen und wie wir damit umgehen“ im Volkskundemuseum Wien 2023, Foto: Kollektiv Fischka / Kramar © Volkskundemuseum Wien
Ausstellung „Gesammelt um jeden Preis! Warum Objekte durch den Nationalsozialismus ins Museum kamen und wie wir damit umgehen“ im Volkskundemuseum Wien 2023, Foto: Kollektiv Fischka / Kramar © Volkskundemuseum Wien
Ausstellung „Gesammelt um jeden Preis! Warum Objekte durch den Nationalsozialismus ins Museum kamen und wie wir damit umgehen“ im Volkskundemuseum Wien 2023, Foto: Kollektiv Fischka / Kramar © Volkskundemuseum Wien
Kathrin Pallestrang, Maria Raid und Magdalena Puchberger, die Kuratorinnen der Ausstellung „Gesammelt um jeden Preis! Warum Objekte durch den Nationalsozialismus ins Museum kamen und wie wir damit umgehen“ im Volkskundemuseum Wien 2023, Foto: Kollektiv Fischka / Kramar © Volkskundemuseum Wien
Stephen Mautner bei der Eröffnung der Ausstellung „Gesammelt um jeden Preis! Warum Objekte durch den Nationalsozialismus ins Museum kamen und wie wir damit umgehen“ im Volkskundemuseum Wien 2023, Foto: Kollektiv Fischka / Kramar © Volkskundemuseum Wien
Matthias Beitl bei der Eröffnung der Ausstellung „Gesammelt um jeden Preis! Warum Objekte durch den Nationalsozialismus ins Museum kamen und wie wir damit umgehen“ im Volkskundemuseum Wien 2023, Foto: Kollektiv Fischka / Kramar © Volkskundemuseum Wien
Eröffnung der Ausstellung „Gesammelt um jeden Preis! Warum Objekte durch den Nationalsozialismus ins Museum kamen und wie wir damit umgehen“ im Volkskundemuseum Wien 2023, Foto: Kollektiv Fischka / Kramar © Volkskundemuseum Wien
Retuschiertes Glasnegativ (vor 1924) aus der Sammlung von Anna und Konrad Mautner, abgebildet ist Konrad Mautner| neg/910, 1938/39 inventarisiert | Scan: Fotosammlung © Volkskundemuseum Wien
Glasnegativ (vor 1924) aus der Sammlung von Anna und Konrad Mautner, abgebildet ist u.a. Konrad Mautners Schwester Marie Kalbeck in „alter Gössler Tracht“ | neg/875, 1938/39 inventarisiert | Scan: Fotosammlung © Volkskundemuseum Wien
Glasdia „Sonntag in Gössl“ (vor 1924) aus der Sammlung von Anna und Konrad Mautner | dia/2075, 1938/39 inventarisiert | Scan: Fotosammlung © Volkskundemuseum Wien
Glasnegativ (um 1910, Slowakei) aus der Sammlung von Anna und Konrad Mautner | neg/1353/b, 1938/39 inventarisiert | Scan: Fotosammlung © Volkskundemuseum Wien
Autochrom „Frau in steirischer Tracht“ (vor 1924) aus der Sammlung von Anna und Konrad Mautner | dia/2077, 1938/39 inventarisiert | Scan: Fotosammlung © Volkskundemuseum Wien
Bildmontage einiger Positive (vor 1924) aus der Sammlung von Anna und Konrad Mautner | pos/9425, pos/9426, pos/9514 bis pos/9520, pos/9525 bis pos/9529, pos/11518 bis 11524 und pos/12467/ab, 1938/39 inventarisiert | Scan: Fotosammlung © Volkskundemuseum Wien
Positiv (vor 1924) aus der Sammlung von Anna und Konrad Mautner, abgebildet ist u.a. Anna Mautner | pos/9529, 1938/39 inventarisiert | Scan: Fotosammlung © Volkskundemuseum Wien
Positiv „Bauernspiel“ (vor 1924) aus der Sammlung von Anna und Konrad Mautner, abgebildet ist u.a. Konrad Mautner | pos/9425, 1944 inventarisiert | Scan: Fotosammlung © Volkskundemuseum Wien
Positiv (1911) aus der Sammlung von Anna und Konrad Mautner | pos/11522, 1944 inventarisiert | Scan: Fotosammlung © Volkskundemuseum Wien
Positiv Rückseite (1911) aus der Sammlung von Anna und Konrad Mautner | Rückseite von pos/11522, 1944 inventarisiert | Scan: Fotosammlung © Volkskundemuseum Wien
Positiv (vor 1924) aus der Sammlung von Anna und Konrad Mautner | pos/9425, 1938/39 inventarisiert | Scan: Fotosammlung © Volkskundemuseum Wien
Bildmontage einiger Pfeifen (vor 1924) aus der Sammlung von Anna und Konrad Mautner | ÖMV/43883 bis ÖMV/43920, 1938 inventarisiert | Fotos: Christa Knott © Volkskundemuseum Wien
Pfeife „Hekdor“ (19. Jh.) aus der Sammlung von Anna und Konrad Mautner | ÖMV/43882, 1938 inventarisiert | Fotos: dig/5620, Christa Knott © Volkskundemuseum Wien
Pfeife (19. Jh.) aus der Sammlung von Anna und Konrad Mautner | ÖMV/43884, 1938 inventarisiert | Fotos: dig/5622, Christa Knott © Volkskundemuseum Wien
Pfeife (19. Jh.) aus der Sammlung von Anna und Konrad Mautner | ÖMV/43887, 1938 inventarisiert | Fotos: dig/5625, Christa Knott © Volkskundemuseum Wien
Pfeife (19. Jh.) aus der Sammlung von Anna und Konrad Mautner | ÖMV/43905, 1938 inventarisiert | Fotos: dig/5632, Christa Knott © Volkskundemuseum Wien
Figur aus Kittmasse, Zitherspieler (vor 1924) aus der Sammlung von Anna und Konrad Mautner | ÖMV/43975, 1938 inventarisiert | Foto: dig/5414, Christa Knott © Volkskundemuseum Wien
Bildmontage einiger gerahmter Kupferstiche (um 1740) aus der Sammlung von Anna und Konrad Mautner | ÖMV/44087 bis ÖMV/44115, 1939 inventarisiert | Fotos: Christa Knott © Volkskundemuseum Wien
Gerahmter Kupferstiche (um 1740) aus der Sammlung von Anna und Konrad Mautner | ÖMV/44095, 1939 inventarisiert | Foto: dig/4362, Christa Knott © Volkskundemuseum Wien
Gerahmter Kupferstiche (um 1740) aus der Sammlung von Anna und Konrad Mautner | ÖMV/44087, 1939 inventarisiert | Foto: dig/4378, Christa Knott © Volkskundemuseum Wien
Gerahmter Kupferstiche (um 1740) aus der Sammlung von Anna und Konrad Mautner | ÖMV/44099, 1939 inventarisiert | Foto: dig/4367, Christa Knott © Volkskundemuseum Wien
Lithographie von Ferdinand Schmutzer (1906) aus der Sammlung von Anna und Konrad Mautner, abgebildet ist Konrad Mautner mit einer seiner Schwestern | ÖMV/44146, 1939 inventarisiert | Foto: dig/4475, Christa Knott © Volkskundemuseum Wien
Bildmontage einiger Schafe (Krippenfiguren, vor 1924) aus der Sammlung von Anna und Konrad Mautner | ÖMV/43940 bis ÖMV/43948, 1938 inventarisiert | Fotos: Christa Knott © Volkskundemuseum Wien
Schaf (Krippenfigur, vor 1924) aus der Sammlung von Anna und Konrad Mautner | ÖMV/43944, 1938 inventarisiert | Foto: dig/4665, Christa Knott © Volkskundemuseum Wien
Schaf (Krippenfigur, vor 1924) aus der Sammlung von Anna und Konrad Mautner | ÖMV/43948, 1938 inventarisiert | Foto: dig/4662, Christa Knott © Volkskundemuseum Wien
Jagdtrophäe (18. Jh.) aus der Sammlung von Anna und Konrad Mautner | ÖMV/43859, 1938 inventarisiert | Foto: dig/4671, Christa Knott © Volkskundemuseum Wien
Jagdtrophäe (18. Jh.) aus der Sammlung von Anna und Konrad Mautner | ÖMV/43853, 1938 inventarisiert | Foto: dig/4666, Christa Knott © Volkskundemuseum Wien
Haubenstock (19.Jh.) aus der Sammlung von Anna und Konrad Mautner | ÖMV/43862, 1938 inventarisiert | Foto: dig/1567, Christa Knott © Volkskundemuseum Wien
Gerahmter Bleistiftzeichnung „Pfeiferlbuam“ (1853) aus der Sammlung von Anna und Konrad Mautner | ÖMV/43847, 1938 inventarisiert | Foto: dig/4413, Christa Knott © Volkskundemuseum Wien
Gerahmter Rasterdruck nach einem Bild des Malers Karl Ruß (vrmtl. 19. Jh.) aus der Sammlung von Anna und Konrad Mautner | ÖMV/43835, 1938 inventarisiert | Foto: dig/4384, Christa Knott © Volkskundemuseum Wien
Pantoffeln mit Goldstickerei, Teil eines Ensembles (vrmtl. 19. Jh.) aus der Sammlung von Georg Popper | ÖMV/44590, 1939 inventarisiert | Foto: dig/4244, Christa Knott © Volkskundemuseum Wien
Bildmontage von Kleidungsstücken (1930er) von Alfons Wittels | ÖMV/85262, ÖMV/85263 und ÖMV/85264, 2011 inventarisiert | Fotos: Christa Knott © Volkskundemuseum Wien
Filzhut mit Gamsbart und Anstecknadel (1930er) von Alfons Wittels| ÖMV/85263/001-003, 2011 inventarisiert | Foto: dig/8967, Christa Knott © Volkskundemuseum Wien
Wetterfleck (1930er) von Alfons Wittels | ÖMV/85262, 2011 inventarisiert | Foto: dig/9019, Christa Knott © Volkskundemuseum Wien
Krawatte (1930er) von Alfons Wittels | ÖMV/85264, 2011 inventarisiert| Foto: dig/9005, Christa Knott © Volkskundemuseum Wien
Bildmontage des dreiseitigen Dokumentes „Trattenbach. (Gut Stefan Israel Mautners.) Volkskundliche wichtige Gegenstände“ | ÖMV Direktionsarchiv, 1939 eingegangen | Scan © Volkskundemuseum Wien
Bildmontage des Kunstrückgabegesetzes von 1998 sowie der Novelle von 2009 | Bundesgesetzblätter sind frei zugänglich unter www.ris.bka.gv.at
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Di bis So, 10 bis 17 Uhr (ab 25.6.)

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Di bis So, 10 bis 17 Uhr

Hildebrandt Café:
Di bis So, 10 bis 18 Uhr
Mostothek:
Di, ab 17 Uhr


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im ganzen Museum


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