EU-Projekt INTERREG V-A Slowakei-Österreich

Treasures

Schätze aus Zentraleuropa. Kultur, Natur, Musik

So, 01.10.2017 – Do, 31.12.2020
: Schloss Marchegg
Das Volkskundemuseum Wien startet im Oktober 2017 das bilaterale Ausstellungsprojekt Treasures. Schätze aus Zentraleuropa. Kultur Natur Musik (10/2017 bis 12/2020).
Die Abteilung Kunst und Kultur des Amtes der Niederösterreichischen Landesregierung kontaktierte vor einigen Jahren das Volkskundemuseum Wien mit dem Angebot, eine Ausstellung ausgewählter Sammlungsbestände an einem Ort in Niederösterreich zu gestalten. Diese Initiative wurde in vielen Treffen weiter entwickelt und führte schließlich im Februar 2017 zur Einreichung um Fördergelder bei der Europäischen Union.

Das Projekt ist im Rahmen des Kooperationsprogramms INTERREG V-A Slowakei–Österreich der Periode 2014-2020 in der ersten Sitzung des Begleitausschusses ohne Auflagen genehmigt worden.

Das Volkskundemuseum Wien hat dieses Projekt initiiert. Im Verlauf der Projektentwicklung wurde das Slowakische Nationalmuseum, die bedeutendste Museumsinstitution der Slowakei mit 18 Museen im Verbund, auf Grund der finanziellen Gewichtungen der Lead-Partner. Die österreichischen Partner sind die Stadtgemeinde Marchegg und das Volkskundemuseum Wien. Die Projektleitung liegt in den Händen von Claudia Peschel-Wacha (Volkskundemuseum Wien), die bereits Erfahrungen in Vorgängerprojekten mit dem Schwerpunktthema Keramik gemacht hat.

Im Projekt werden mehrere Pilotinitiativen gesetzt:
  • Gemeinsam konzipierte Wanderausstellung Schätze aus Zentraleuropa (Arbeitstitel) als beispielhaftes Modell der weiteren nachhaltigen Zusammenarbeit zwischen den drei Partnerinstitutionen (zu sehen in Marchegg: März/2019 bis Oktober/2019, in Dolná Krupá im Jahre 2020)
  • Partizipationsprojekt „Sharing Treasures“ mit der Bevölkerung an den Standorten Wien, Marchegg und Dolná Krupá
  • Teilrenovierung von Schloss Marchegg (AT, NÖ) als erster Austragungsort der gemeinsamen Ausstellung  
  • Teilrenovierung  von Schloss Dolná Krupá (SK, Kreis Trnava) als zweiter Austragungsort der gemeinsamen Ausstellung  
  • Einrichtung von zwei Schaudepots des SNM-Historisches Museum in der Burg Bratislava

Das Gesamtvolumen von Treasures beträgt € 5.175.076,55. Der Großteil fließt in bauliche Maßnahmen in der Slowakei und in Niederösterreich. Das Volkskundemuseum erhält eine EFRE-Förderung in Höhe von mehr als 10 % der Gesamtsumme für die Entwicklung der gemeinsamen Ausstellung. Das Land Niederösterreich unterstützt das Projekt auf vielfältige Weise und ist an einer nachhaltigen Zusammenarbeit der ProjektpartnerInnen interessiert.

KuratorInnen aus dem SNM-Historisches Museum und dem SNM-Musikmuseum Dolná Krupá entwickeln das Ausstellungskonzept gemeinsam mit dem wissenschaftlichen Team des Volkskundemuseum Wien. Ausgewählte „Schätze“ (Treasures) aus den beteiligten Museen werden in einer attraktiven, reflektierten und interaktiven Wanderausstellung gezeigt. Begleitend gibt es Kultur-, Natur- und Musikvermittlungsprogramme für alle Altersgruppen, Tagungen und Konzerte. Alle Museen stellen ihre Institutionen in Broschüren und mehrsprachigen Foldern sowie einem Kurzfilm zur Verwendung in digitalen Medien vor.

Für die Erfüllung dieser sogenannten Arbeitspakete kann junges Fachpersonal aus der Slowakei und Österreich im Rahmen wissenschaftlicher Recherchen beschäftigt werden.

Die Fördergelder ermöglichen Konservierungs- bzw. Restaurierungsmaßnahmen an den Exponaten des Volkskundemuseum Wien. Die Objektdaten werden digitalisiert und der Online-Sammlung des Volkskundemuseum Wien sowie der Europeana- Sammlung hinzugefügt. Das Volkskundemuseum Wien nimmt an der Entwicklung von Schaudepots in Bratislava teil und profitiert vom Diskussionsprozess.

Sharing treasures ist ein partizipativ angelegtes Konzept der teilhabeorientierten Kulturvermittlung. Es dient der Neu-Kontextualisierung von bestehenden Kulturräumen, eben den Schätzen des öffentlichen Lebensraumes. Interessierte sind eingeladen, Erinnerungen und assoziative Objekte einzubringen. Mit den AkteurInnen werden Interviews geführt und die persönlichen Schätze, ob materiell und immateriell, gelangen als Exponate oder als Erzählungen an die Öffentlichkeit.

Eine Medienkooperation aller Projektpartner, Präsenz in Social Media und Werbung an öffentlichen Orten erhöhen die Attraktivität aller beteiligten Institutionen. Das Volkskundemuseum Wien steuert den Prozess der Erarbeitung des Ausstellungskonzeptes, die Gestaltung von Drucksorten und Ausstellungsräumen, Kommunikation und Kulturvermittlung. Es wird dabei von externen Dienstleistern unterstützt.

Das EU-Projektmanagement (Kontakt zu den EU-Stellen bezüglich Finanzen und Berichtwesen) erfolgt über eine weitere externe Agentur.

Der Projektstart erfolgt im Oktober 2017, die Konzeptworkshops starten im Jänner 2018. Als erste Outputs werden Startveranstaltungen im November 2018 stattfinden. Erste Ergebnisse in medialer Form und im Printformat werden dabei zusammen mit den Partnerinstitutionen vorgestellt.

Information zur Förderung
EU-Förderprogramm: Kooperationsprogramm (CP) Interreg V-A Slowakei – Österreich 2014-2020

Gesamtvolumen: € 5.175.076,55

Detailbudgets:
Lead Partner: Slowakisches Nationalmuseum € 3.159.379,64
Projektpartner 1: Stadtgemeinde Marchegg € 1.483.115,00
Projektpartner 2: Verein für Volkskunde/Österreichisches Museum für Volkskunde € 532.581,91

Projektleitung im Volkskundemuseum Wien: Dr. Claudia Peschel-Wacha




Volkskundemuseum Wien
Laudongasse 15-19, 1080 Wien

T: +43 1 406 89 05
F: +43 1 408 53 42
E: office@volkskundemuseum.at
W: www.volkskundemuseum.at

Dienstag - Sonntag 10-17 Uhr
Montag geschlossen
außer an Feiertagen
24. und 31. Dezember 10-15 Uhr

Schließtage:
1. Jänner, Ostersonntag,
1. Mai, 1. November,
25. Dezember

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